Recap 2024

Recap 2024

Herzlich Willkommen zu meinem persönlichen Recap meines Jahres.

Angefangen, wie jedes Jahr, hat das Ganze natürlich im Januar. Ich war gerade ein bisschen verliebt nach einer echt üblen Trennung und hatte demjenigen auch mitgeteilt, dass ich nicht weiß ob und was das wird. Nun war auch kein Problem, bis dann eine weitere Person in mein Leben trat. Da fing das Drama an, wieder falsche Versprechen, falsche Hoffnungen, wieder die Trauer um eine Beziehung, nicht etwa weil dieser neue Mensch und ich eine hatten, sein Verhalten hat mich nur wieder zurückgeschleudert und gemachte Fortschritte wieder zerstört (und ich mir wegen dem auch noch ein letztes Klärendes Gespräch mit meinem Ex verbaut), womit wir auch schon im Februar und bei meinem Fünfundzwanzigsten Geburtstag angekommen sind, den man mir damit versaut hat, dass man mir sagte, dass das alles eben nichts wird, ich mir keine Hoffnungen mehr machen soll, mich damit eben in besagte Trauerphase zurückwarf und mich an dem Tag auch noch vier Stunden mit dem Zug nach Hause schickte.

Den restlichen Februar und auch den März habe ich vorrangig mit meiner Schwester verbracht, die mir durch diese erneute Trauerphase geholfen hat, weil ich mich ansonsten wirklich komplett abgekapselt habe. Ich wollte zu der Zeit von niemanden sonst etwas wissen. Im Februar gabs endlich den lang ersehnten neuen (Kurz)Haarschnitt.
Nebenher lief seit Anfang des Jahres, das Drama (welches sich bis in den November erstreckte), dass das Amt mir partout kein Geld zahlen wollte und ich mich ewig mit denen rumschlagen durfte, in meinem eh schon mehr als angeschlagenen Zustand.
Nebenher habe ich im Büro meiner Eltern auf einer Matratze auf dem Boden und auf engsten Raum gelebt, weil meine Oma ab Mitte Februar das Gästezimmer belegt hat, da diese zur Pflege bei uns Untergebracht war und ich habe meinen Schlafrhythmus auf Nachtaktiv umgestellt um früh Morgens und Abends mit dem Hund zu gehen, damit ich zumindest damit meine Eltern etwas entlasten kann.
Abseits davon habe ich im März mein erstes Konzert (Heldmaschine) in diesem Jahr besucht, welches auch mein erstes Konzert war, das ich wirklich ganz alleine besucht habe. Dafür war ich eine Woche lang in Berlin. Ursprünglich wollte ich nur ein paar Tage bleiben, aber jeder der ein bisschen was von mir weiß, weiß eigentlich auch, dass Berlin meine Herzensheimat ist (wo ich auch wieder hin ziehen möchte) und dem entsprechend habe ich meinen Aufenthalt etwas verlängert, bis ich am Ende der Woche einen Nervenzusammenbruch hatte, weil ich erfahren habe, dass mein Ex unmittelbar nach der Trennung von mir bereits neue Menschen gedated hat, obwohl man mir doch eigentlich eine zweite Chance versprochen hatte (also ursprünglich). Wieder ein Rückschlag, wieder dieses tiefe Loch, aber auch ein neuer Mensch in meinem Leben (Raven, du bist gemeint).

Den April habe ich hauptsächlich damit verbracht, irgendwie aus diesem Tief wieder raus zu kommen, ich war auf Threads aktiv und habe angefangen mir dort eine kleine Bubble aufzubauen, die ich wirklich lieben gelernt habe, habe dadurch auch mich selbst angefangen zu reflektieren und begonnen mich auf mich selbst zu konzentrieren.

Im Mai hat meine Schwester mir dann Hazbin Hotel und Helluva Boss gezeigt und da war das was ich brauchte, meine erste Hyperfixation des Jahres, in der ich so richtig aufgehen konnte. Einen Monat lang, von Mitte Mai bis Mitte Juni, habe ich mir die Nächte um die Ohren geschlagen und mit einem lange nicht mehr möglich gewesenen Hobby beschäftigt; Schreiben.
Endlich war meine Kreativität wieder da und so habe ich einen Monat damit zugebracht Nachtaktiv zu sein und die bis zu dem Zeitpunkt längste Fanfiction zu schreiben, die ich bisher geschrieben habe. Für mich gabs nur noch dieses Thema, diese Serie, die ich mindestens einmal täglich geguckt habe und ansonsten habe ich mich isoliert und geschrieben, aber das brauchte ich, da auch andere Texte in der Zeit entstanden sind, vor allem Gedichte und ich konnte einfach gewisse Dinge verarbeiten.
Bis ich dann Ende Juni von zwei angeblichen, engen Freunden einfach geghosted wurde. Meiner Thread Bubble sei dank, habe ich durch diesen Verlust andere wirklich fantastische und Liebe Menschen kennengelernt, die mir da durch geholfen haben (Ihr seid gemeint River und Nerdy).

Im Juli habe ich dann an meiner social anxiety (Sozialphobie) gearbeitet, alte Freunde von mir sind direkt nebenan eingezogen, zu denen ich mittlerweile auch wieder ein mehr oder minder gutes Verhältnis habe, nachdem wir nicht so sauber auseinander gegangen sind (hängt mit meinem zweiten Ex zusammen und der Trennung von diesem, zu viel für hier). Außerdem habe ich weitere Menschen in mein Leben gelassen, ich habe mal wieder gestreamt auf Twitch und dank meiner Threadbubble, hatte ich auch ein paar Zuschauer, was das ganze noch besser gemacht hat.
Außerdem haben meine Oma und meine Mama (und auch mein Papa) mir ermöglicht im August auf das M’era Luna zu fahren.

Damit machen wir auch direkt weiter, dem August und vor allem das M’era Luna, mein jährliches Highlight, das Familientreffen in Hildesheim, mein Wohlfühlfestival aber auch das erste Mal ganz alleine dort, dachte ich, bis ich Morgens im Zug, ich war schon in Bremen (bin dort umgestiegen) auf andere M’era Gänger getroffen bin. Das erste Mal habe ich einfach Menschen angesprochen. Wir haben uns auf Anhieb verstanden und schon hatte ich eine Gruppe, ein ganzes Camp in dem ich zufällig gelandet bin und es war wohl eins der besten Festivalwochenenden, das ich je hatte (Danke B. und L.).
Außerdem endlich der Lichtblick zu Anfang August: Das Selbstbestimmungsgesetz kommt, ich durfte den Antrag auf Namens- und Personenstandsänderung einreichen, was ich auch getan habe.

Im September ging dann endlich mein seit Anfang des Jahres gewünschter Blog online, mit Hilfe von meinem Papa, der mich bei dem ganzen hier unterstützt und ohne den ich echt aufgeschmissen gewesen wäre (Danke Papa, bist der Beste).
Außerdem habe ich im September einen weiteren wichtigen Schritt in Hinsicht auf meine social anxiety gemacht und dabei auch noch eine wirklich riesige Erinnerung unlocked, ich stand bei einem meiner Lieblingsmusiker mit auf der Bühne und durfte einen Song mitsingen (siehe den Beitrag zum Jan Hegenberg Konzert in Berlin.)

Im Oktober habe ich dann eine Altbekannte und für mich doch bisher (meinerseits) unbeachtete Band „wieder“entdeckt. Hyperfixation Nummer zwei wurde mit einer Fanfiction zu „Die Ärzte“ unlocked. Ich bin wirklich nur ganz zufällig über diese eine Fanfiction gestolpert, durch diese bin ich über eine weitere gestolpert und schon hing ich in diesem Rabbithole Rund um die Band und obwohl ich mit ihnen groß geworden bin, habe ich diese Band doch viel zu lange nicht beachtet. Schnell habe ich mich eingelesen, Bilder von Bela und Farin in jungen Jahren gesehen und hoppla… schon hing ich wieder in meiner Batcaver (Goth-Punk) Phase, die ich zuletzt vor über 10 Jahren, in meiner Anfangszeit in der Goth-Szene hatte. Der Haarschnitt wurde ein neuer, fusseliger Iro-Schnitt, so wie Farin ihn hatte in den 80ern und natürlich habe ich auch wieder angefangen zu schreiben, eine Fanfiction, in neuem Schreibstil, etwas neues, ich wollte etwas neues versuchen. Nun, das zieht sich nun schon seit Monaten, aber es tut gut, so kontinuirlich an etwas zu sitzen, was mir viel Spaß macht. Außerdem kam die Lust aufs Gitarre spielen lernen wieder.

Anfang November sollte ich dann eigentlich meinen Termin für Namens- und Personenstandsänderung haben, musste wegen Krankheit verschoben werden, schöne Scheiße. Allerdings musste ich dadurch auch feststellen; Scheiße, mir fehlt ja noch der Auszug aus dem Geburtenregister, den also mal schnell noch nachträglich angefordert.
Während ich auf diesen wartete und auf den Anruf für einen neuen Termin, habe ich dann endlich mal den Scheiß mit dem Amt geregelt bekommen, endlich kam die Nachzahlung und auf einmal war ich wieder Schuldenfrei (musste mir ja ständig Geld leihen bei Freunden und Familie), ein gutes Gefühl. Auch mein erstes Gespräch mit meiner Berufsberaterin vom Jobcenter lief wirklich gut und meine Ziele und Pläne rücken auf einmal in greifbare Nähe, ich wurde von einem Hochgefühl begleitet. Habe mich dann noch selbst belohnt mit ein paar Konzerttickets fürs nächste Jahr und dem Werkzeugset, was ich schon länger haben wollte.
Dann kam endlich der Anruf für den neuen Termin für die Erklärung, aber mein Auszug war noch nicht da. Immerhin war die Frau am Telefon wahnsinnig nett und aus ursprünglich zwei Namen (Kayn Alastor) wurden erstmal drei (Kayn Alastor Bela). Ende November hatte ich dann auch endlich meinen Termin für die Erklärung und aus drei Namen, wurden wieder zwei (Kayn Bela), weil ich mit der Kombination aus den drei Namen einfach nicht zufrieden war. Erklärung abgegeben, geil wieder einen Schritt weiter, zeitgleich stand damit aber auch ein Outing im Raum, meinem Erzeuger gegenüber (der das Ganze am Ende auch nur per WhatsApp Status erfahren hat und nachdem er mal wieder versucht hat, mich mit Geld unter Druck zu setzen, endgültig verschissen hat bei mir, wodurch ich einem anderem wichtigen Menschen in meinem Leben, den lang verdienten Platz frei machen konnte, im Dezember mehr dazu).

Und schon sind wir im Dezember. Anfang Dezember war ich auf einem weiteren Konzert (Stahlmann) in Hude, welches mein Abschlusskonzert war, für dieses Jahr, in einer Location, die mich doch sehr überrascht und im ersten Moment überfordert hat (der Beitrag zu dem Konzert ist noch in Arbeit, waren doch ein paar mehr Impressionen an dem Abend).
Dann habe ich noch festgestellt, ey mit Gurt an der Gitarre und im stehen, machste krasse Fortschritte, bestellste dir ma‘ ’nen vernünftigen Gitarrengurt und mit diesen Fortschritten macht das Lernen und Üben auch wieder wirklich und sehr viel mehr Spaß. In wenigen Tagen habe ich Fortschritte gemacht, die ich vorher in drei Jahren nicht geschafft habe, geil!
Außerdem hab ich bei dem Queeren Stammtisch hier in meiner Stadt, einen weitern wirklich fantastischen Menschen kennengelernt.
Vorweihnachtsstress blabla erspare ich euch an dieser Stelle und springe zu einem der wichtigsten Momente des Jahres, Heiligabend. Letztes Jahr fiel Weihnachten für mich aufgrund von Trennungsschmerz ins Wasser (meiner Tränen), dieses Jahr gabs auch wieder Tränen aber nur Freude.
Meine Schwester und ich, haben uns Ende November zusammengesetzt und entschieden, wir wollen uns beide von unserem „Stief“papa (für uns ist er einfach Papa) adoptieren lassen, damit das ganze auch wirklich ganz offiziell ist. Also habe ich ein Schreiben aufgesetzt, einen Antrag, in dem wir eben besagte Adoption beantragen. Dazu gab es, natürlich eine Nuckelflasche mit zwei Schnullern (und ein bisschen was Süßes).
Also stehen meine Schwester und ich, Heiligabend am Weihnachtsbaum, bei mir das Lampenfieder das reinknallt und ich stehe da und lese diesen Text vor, vor unserer kleinen aber wirklich tollen Familie. Es liefen Tränen aber ich wusste ich, wir,  haben damit nicht nur uns, nicht nur meiner Mama, sondern ganz speziell unserem Papa, der für mich in den fast zehn Jahren, wie er nun in unserem Leben ist, mehr Vater gewesen ist, als mein Erzeuger es jemals war, ein riesiges, wichtiges Geschenk gemacht und auch wenn ich es Zuhause nicht unbedingt zeige, genauso wie er und meine Schwester, weiß ich, es bedeutet uns allen die Welt.

Und damit bin ich am Ende meines Jahres Recaps angekommen, danach gibt es bis zu diesem Moment, nichts spannendes zu erzählen, oder es steht in eigenen Beiträgen.

Ich möchte mich abschließend bei all den tollen, neuen (und auch alten) Weggefährten, die ich nicht genannt habe (weil ich einfach nicht alle Momente hier einfangen konnte) und dennoch eine wichtige Rolle gespielt haben, bedanken, dass ihr in meinem Leben seid.

Angefangen mit meiner Familie;
ich hab euch wahnsinnig Lieb, auch wenn ich das selten zeige, danke dass ihr mich unterstützt und für mich da seid, wenn es hart auf hart kommt.

Meinen besten Freunden;
Yoshi, Takea und Alu – Vielen Dank, dass ihr immer da seid wenn ich euch brauche, dass ihr mich ankert und auffangt und mich schon so lange begleitet.

(Im Folgenden nenne ich erst die mit Spitznamen, dann die von denen ich nur Kürzel nutzen kann, Reihenfolge hat ansonsten keine Bedeutung)

An all die neuen, großartigen Menschen, die ich 2024 online und offline kennengelernt und in mein Herz geschlossen habe;
Raven, Ryujin, Nerdy, River, Blxxdy, Stinki, Alex und speziell an den Uneinsich-Tiger (mein Bandbro, Grüße vom Fick-Lurch)
Außerdem: B., L., M., F., A., B., C., G., J., U., J. & E.

Ihr alle seid absolut Großartig, danke, dass ich euch kennen darf.